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Was wir für Sie im Bereich »Kompressionstherapie« tun können


Die Kompressions- und Lymphtherapie sind Therapieformen, die durch lokalen Druck auf das venöse Beingefäßsystem, zu einer Steigerung der Fließgeschwindigkeit des Blutes führt. Dieser Druck kann durch Bandagieren des Beines mit Kompressionsbinden oder durch spezielle Strümpfe erzeugt werden. Beide Therapieformen werden bei verschiedenen Krankheitsbildern eingesetzt.

Leistungen
Kopressionsstrümpfe

KOMPRESSIONSSTRUMPFTHERAPIE

Stehende Tätigkeiten und Übergewicht sind ebenso wie Bindegewebsschwäche Faktoren, die Venen im Körper negativ beeinflussen. Auch Alkohol, der gefäßerweiternd wirkt, Hormonumstellungen in der Schwangerschaft und durch Medikamente sowie andauernde Verstopfung fördern das Entstehen von Venenleiden. Das Ziel einer Kompressionsbehandlung mit Kompressionsstrümpfen ist die "Stärkung" der Venen, die Senkung des Venendrucks, die Normalisierung der Funktion der Gefäßwand und die Verbesserung des Stoffaustausches im Gewebe.

Indikation: Chronisch venöse Insuffizenz, Krampfadern, Chronische Venenschwäche, tiefe Beinvenenthrombose, Venenentzündung, offenes Bein, Lymphödeme, Lipödeme

Bei sculteus support erhalten Sie individuell maßgenommene Kompressionsstrümpfe, die sich durch hohe Passgenauigkeit und hohen Tragekomfort auszeichnen.

Die Strümpfe verengen den Durchmesser Ihrer Beinvenen. Das Venenklappensystem funktioniert durch Unterstützung der Kompressionsstrümpfe wieder – Blut versackt nicht mehr in den Beinen. Dehnungsstreifen, Besenreiser und die Ausprägung von Krampfadern werden so vermindert oder ganz verhindert. Der vorgegebene medizinische Druckverlauf (vom Fuß hinauf zum Oberschenkel abfallender Druck) beschleunigt den Rückfluss vom venösen Blut zum Herzen. Dadurch wird auch das Risiko von Blutgerinnseln und Embolien geringer. Der verbesserte Stoffwechsel wirkt zusätzlich der Bildung von offenen Beinen entgegen, und durch den Druck von außen tritt weniger Gewebsflüssigkeit aus. Somit wirkt der Strumpf auch der Bildung von Ödemen entgegen.

Es gibt vier Kompressionsklassen, die je nach Grad der Erkrankung angewendet werden. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen in der Festigkeit des Materials, also in dem Druck, der auf die Venen ausgeübt wird. Nur der Arzt kann entscheiden, welche Kompressionsklasse Sie benötigen. Tragen Sie nie Kompressionsstrümpfe auf eigene Faust, denn es gibt auch Gegenanzeigen gegen eine Kompressionstherapie. Diese sind: fortgeschrittene arterielle Verschlusskrankheit, schwere Störungen der Herzfunktion, nässende Hautkrankheiten, schwere Störungen der Nervenfunktion in Armen und Beinen. Auch bei primär chronischer Polyarthritis sollte der Arzt über eine mögliche Therapie entscheiden.


Kompressionsklasse I


Leichte Kompression für einen leichten Druck an der Fessel. Geeignet bei müden schweren Beinen, leichter Krampfaderbildung oder beginnendem Krampfaderleiden und leichten Schwellungen. Zur Vorbeugung von Krampfadern zum Beispiel in der Schwangerschaft oder bei Steh- und Sitzberufen sinnvoll.



Kompressionsklasse II


Mittlere Kompression für einen mittleren Druck an der Fessel. Wird z. B. eingesetzt bei ausgeprägten Krampfadern, oft geschwollenen Beinen, Schwellungen nach Thrombosen (Venenverschluss), abgeheilten kleinen Geschwüren, bei stärkeren Entzündungen während der Schwangerschaft, nach Verödungsbehandlungen oder Operationen, nach oberflächlichen Venenentzündungen.



Kompressionsklasse III


Starke Kompression bei chronischer (andauernder) Venenschwäche, nach Thrombose (Venenverschluss), bei Hautveränderungen und nach Abheilen von Unterschenkelgeschwüren.



Kompressionsklasse IV


Bei schwereren Krankheitsbildern als für Klasse III sowie bei Lymph- und Lipödemen. (Bei Lymphödemen werden vor allem so genannte flachgestrickte Strümpfe mit Naht angewendet.)



Lymphödem


Das Lymphödem ist eine unter der Haut liegende Weichteilschwellung, welche entsteht, wenn das Lymphgefäßsystem die Lymphe nicht mehr abtransportieren kann. Der entstehende Rückstau von Wasser und Eiweiß im Gewebe verursacht die Schwellung. Das Eiweiß kann der Grund für eine chronische Entzündung im Gewebe sein, die zur Bildung von Bindegewebsfasern führt.



Lipödem


Das Lipödem ist eine ererbte, chronische Fettverteilungsstörung an Ober- und Unterschenkeln sowie im Hüftbereich. Man spricht auch vom Reiterhosensyndrom. In manchen Fällen sind auch die Arme betroffen. Fuß- und Handrücken bleiben meist frei von Schwellungen.

Das Lipödem ist gekennzeichnet durch eine Vermehrung des Unterhautfettgewebes (Lipohypertrophie), Schwellungen in der zweiten Tageshälfte sowie Schmerzen in den Beinen. Die Fettzellen des Lipödems sind anders ausgebildet als etwa das Reservefett am Bauch. Von Lipödemen betroffen sind fast ausschließlich Frauen.

Darum gehen Experten davon aus, dass bei der Erkrankung hormonelle Ursachen eine Rolle spielen. Die Krankheit zeigt sich in der Regel gegen Ende der Pubertät oder während einer Schwangerschaft. Bei den wenigen Männern, bei denen ein Lipödem auftritt, liegt häufig eine Leberschädigung vor. Lipödeme sind kein Reservefett in Folge von Übergewicht, vielmehr handelt es sich um krankhaft veränderte Fettzellen. Jedoch wirken sich Übergewicht und Gewichtsschwankungen negativ auf das Lipödem aus.






Narbenkompression

Narbenkompression


Narbenkompressionsbekleidung ist für die Narbenbehandlung nach Verbrennungen, Verbrühungen und Verätzungen geeignet. Mögliche Einsatzgebiete sind aber auch nach Unfällen mit Verletzung der Haut oder nach ausgedehnten operativen Eingriffen mit Hautbeteiligung wie z. B. Tumorentfernung oder Korrektur von Fehlstellungen gegeben. Der Einsatz ist in allen Fällen sinnvoll, wo nach dem Unfall/Eingriff ausgedehnte Narben auf der Haut entstanden sind.

Indikation: Verbrennungen, Verbrühungen, Verätzungen oder Verletzungen der Haut, oder nach Operationen

Die Kompressionsbekleidung muss stramm sitzen. Daher nehmen wir vor der Therapie genau Maß, um einen bestmöglichen Behandlungserfolg erzielen zu können. Durch kontinuierlichen Druck sorgt die Kompressionsbekleidung dafür, dass die Fasern in der neu gebildeten Narbenhaut sich gleichmäßig entlang der Hautoberfläche ausrichten. Dadurch wird die neu gebildete Narbenhaut vor Zugbelastung durch übermäßige Dehnung geschützt. Ohne diese Eigenschaft signalisiert ein Dehnungsreiz auf der Haut der Narbe, dicker und fester zu werden, um der Dehnung Stand zu halten. Das führt ohne geeignete Kompression zur ungewünschten, deutlichen Verdickung und später auch zur Kontraktion der Narbe.




scultetus support – Orthopädietechnik GmbH
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